Beginnt bald das Dieselsterben?

J.M.G.

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#2
Brasilien hat ein PKW-Diesel Verbot. Athen und Paris denken darüber nach.

Einen Euro 5 Diesel halte ich seit Dieselgate für unkaufbar, zumindest in der gehobenen Preisklasse.
 

BMW-Mike

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#3
Das Diesel sterben hat schon lange begonnen und ist definitiv. Wer sich jetzt für viel Geld noch einen Diesel kauft um ihn länger zu halten handelt für meine Meinung fahrlässig mit seinem Geld. Wird noch spannend wie das bei Leasing Anfragen die nächsten Jahre wird, wenn mehr Fahrverbote kommen.
Beim G30 ist es jedenfalls schon so, dass der Run auf die Benziner unglaublich groß ist. Beim B58 gibt es schon längere Wartezeiten.
 

J.M.G.

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#4
Und erneut ist BMW hier fantastisch mit dem B58 aufgestellt, während bei MB die neuen Benziner erst langsam ab Sommer 2017 eingeführt werden. Was macht Daimler da bloß :irre:
 

sebko

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#5
Was machen denn die ganzen Lieferbullis, Polizei, Post und andere ??? Da fahren doch unmengen an Dieseln durch ganz Deutschland.

Naja, ich werden meinen S-Max noch so lange es geht fahren und dann gegen den neuen als Benziner tauschen.

Gruß
Sebko
 

J.M.G.

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#6
Zumindest unsere Landespolizei hat keine <Euro 6 Diesel mehr außerhalb der Bereitschaftspolizei. Und für die paar Fahrzeuge lässt sich eine Ausnahmegenehmigung finden bzw. man braucht sie dank § 35 StVO nicht mal zwingend.

PS: Die letzte Ausschreibung hat - der Gerüchteküche zufolge - übrigens die aktuelle E-Klasse gewonnen, da die Fahrzeuge auch im realen Fahrbetrieb die Euro 6c/d Grenzwerte halten konnten (220d). Das war angeblich DER Grund gegenüber dem 5er (noch altes Modell) und A6.
 

Ursus

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#7
Ich würde mir auch keinen neuen Diesel mehr kaufen, zumindest bei meinem Fahrprofil lohnt sich das nicht mehr, gerade vor dem Risiko das hier irgendwelche Restriktionen in naher Zukunft zu befürchten sind.
 

BMW-Claus

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#8
Vorab: Es gibt kein generelles Einfahrverbot, sondern nur bei "Feinstaubalarm"!

Dazu muss man die spezielle geografische Lage Stuttgarts berücksichtigen, die mit keiner anderen bundesdeutschen Großstadt zu vergleichen ist.

Wer es für Stuttgart genauer wissen möchte, kann sich ja diese Diplomarbeit mal downloaden und durchlesen:

https://www.staedtebauliche-klimafibel.de/pdf/Diplarb-Fenn.pdf

Zitat:
"Das Klima ist hier durch die überregionale und lokale Situation, die Lage zwischen den
Mittelgebirgen und der Beckenlage im Nesenbachtal, aber auch durch die Besiedelung
äußerst sensibel. Dies zeigt sich hauptsächlich in der Windarmut und der damit verbundenen
mangelnden Durchlüftung, außerdem durch höhere Temperaturen verursacht
durch Orographie und Bebauung. Für den Menschen bedeutet dies eine erhöhte
thermische und lufthygienische Belastung und damit eine entsprechende gesundheitliche
Beeinträchtigung."

Und wenn man diesen grünen Schwachsinn wieder liest: :rolleyesnew:

Fahrverbote in Stuttgart: Kretschmann wirbt für sauberen Diesel - Stuttgart - Stuttgarter Zeitung

Zitat:
"Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) stellten den Kabinettsbeschluss am Dienstag der Presse vor. Kretschmann warb dabei massiv für den Diesel. "Mit der Blauen Plakette setzen wir das Signal, dass es einen sauberen Diesel gibt", sagte er. Die Plakette sei ein "Treiber für neue Technologie", er wolle nicht, dass "Kollateralschäden" entstünden. Allein bei Bosch hingen 15 000 Arbeitsplätze am Diesel. Der Fahrzeugbestand in Stuttgart sei im Schnitt neun Jahre alt, er rechne mit einem Modernisierungsschub, so Hermann."

Und den "Modernisierungsschub" bezahlt genau wer? Diesel mit Euro 6 sind recht neu und entsprechend teuer, aber es hat ja jeder einen fünfstelligen Betrag unterm Kopfkissen, den er gerne für das staatlich verordnete Placebo zum Fenster raushaut und seinen drei Jahre alten Diesel dann gerne in die Schrottpresse fährt!
Hat eigentlich irgendeiner diesem unendlich dummen Politikerpack mal erzählt, dass die Herstellung eines "sauberen" Autos die Umwelt mehrfach höher belastet als ein bereits existierendes, relativ modernes Auto???

Ich gewinne langsam den Eindruck, dass man überhaupt keine Qualifikation mehr benötigt, um Politiker zu werden. Einzige Voraussetzung: Ein großes und lautstarkes Maul, mit dem man schön populistisch noch dümmeren Leuten Märchen erzählen kann. :doh:

Und gerade Stuttgart, das quasi vom Autobau lebt (Porsche, Daimler, Bosch usw.) und seine Existenz quasi überhaupt nur dem Autobau zu verdanken hat. Sollte RRG an die Macht kommen, haben die Autohasser das Sagen und ein generelles Tempolimit ist noch das harmloseste, was wir zu spüren bekommen werden! :basy:

Außerdem weiß ich von einem Stuttgarter, dass die einzige zugrunde gelegte Messstelle zwischen 7 und 18 Uhr an einer Stelle misst, wo es quasi einen Dauerstau gibt. Sehr aussagekräftig.
 

der-da

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#9
Was machen denn die ganzen Lieferbullis, Polizei, Post und andere ??? Da fahren doch unmengen an Dieseln durch ganz Deutschland.

Naja, ich werden meinen S-Max noch so lange es geht fahren und dann gegen den neuen als Benziner tauschen.
Da gibts seitens der Lieferunternehmen auch schon Bestrebungen. Die Deutsche Post hat z.B. nen Aachener Startup gekauft, dass sich auf die Entwicklung von Elektrolieferwagen spezialisiert hat. Das würden sie ja nicht machen, wenn man nicht befürchten würde bald aus einigen Städten ausgesperrt zu werden, wenn sie per Diesel fahren. Habe letztlich irgendwo nen Artikel gelesen, dass der Testbetrieb wohl gut funktioniert.

Polizei sehe ich jetzt nicht so als großes Problem. Zum einen tauschen die ihre Streifenflotte (gefühlt) relativ häufig aus, außerdem machen ein paar Polizeiautos den Kohl auch nicht fett. Wenn es irgendwo einen breiten Rückhalt für Ausnahmen vom Verbot geben würde, dann doch wohl für Einsatzfahrzeuge...
Busse sehe ich noch als Problem. Einige Städte setzen zwar auf Erdgas und es gibt ein paar Elektro-Probestrecken aber sonst ist das eigentlich reines Dieselgebiet. Und die chronisch unterfinanzierten Verkehrsbetriebe werden sicher nicht von heute auf morgen ihre Flotten durch tauschen.
 

T-B

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#10
neben den Lieferbullis usw... was machen denn all diejenigen die 30, 40, 50.000 und mehr km pro Jahr runterschrubben? Und das zügig? Nicht umsonst waren bzw. sind bei BMW z.B. die 20d und 30d doch so sehr erfolgreich. Wenn ich sehe was mein 35i gesoffen hat wenn der zügig gefahren wurde, da glaube ich kaum dass ein schneller Vielfahrer Bock auf einen Benziner hat, so extrem viel weniger werden auch die neuen Motoren nicht brauchen.
So schnell wird der Diesel nicht aussterben, glaube ich nicht. Eher findet ein langsames umdenken in den Köpfen statt álá "Diesel-- ihh, der stinkt ja" :biggrin:
Einen Benziner muss man sich bei höheren Jahresfahrleistungen erst mal leisten können (und wollen)...
 

J.M.G.

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#11
@T-B Tempolimit 130 und schon hat sich das mit "zügig". Und ob nun 6 Liter Diesel oder 7 Liter Super bei 130...
 

T-B

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#12
Und Du meinst das kommt in absehbarer Zeit?



.....
wo wir wieder bei "düsterer Zukunft" wären:zwinker:
ich sehe es nicht ganz so schwarz:smilenew:
 
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#13
so langsam mache ich mir gedanken, ob ich den X3 nicht verticken und stattdessen nen besnziner holen soll. andererseits: der benziner säuft nunmal bis zu 50% mehr bei gleicher fahrweise... jeder nur halbwegs gesunde Menschenverstand sagt, dass es bullenkot ist.
ich meine wer verliert da schon?
Politik kann sich mit pseudogrünem aktionismus schmücken
die Ökoterroristen freuen sich endlich jemandem weh tun zu können, wer nicht ihrer meinung ist
Die autoindustrie bekommt auch an die vielfahrer entlich die Benziner verkauft
es werden massig neuwagen gekauft, obwohl kein wirklicher bedarf besteht
alle gewinnen
Alle, außer dem endverbraucher, aber der ist eh nur das notwendige übel im system.
diese Panikmache übersteigt sogar die Abwrackprämie, wo massenweise Fahrzeuge verschrottet wurden die mehr wert waren, als die prämie.
 

Ursus

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#16
Vielleicht denkt der Staat auch, Diesel verbraucht wenig, ergo, weniger Einnahmen durch Ökosteuer, Kraftstoffsteuer und MwSt.. Ein Benziner verbraucht mehr, also mehr Einnahmen auf der Steuerseite. Wie bekommt man also die Dieselfahrer zum Benziner, man faselt irgendwas von Feinstaub, setzt die Grenzwerte immer weiter runter und verbietet letztendlich den Diesel, und schon sprudelt es wieder in der Steuerkasse.
 

BMW-Claus

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#18
Ich weiß schon, was als nächstes in Stuttgart passiert:

1.) Nachdem man festgestellt hat, dass die Maßnahme, alle Diesel unter Euro 6 auszusperren, kaum etwas gebracht hat, wird man sich der Benziner-PKW erinnern und alles unter Euro 3 aussperren.

2.) Nachdem man dann festgestellt hat, dass auch die zweite Maßnahme nichts bringt (wie viele Autos auf der Straße haben denn Euro 2 und weniger?), wird man die Maßnahmen verschärfen und auch die Benziner nach und nach aussperren.

3.) Nachdem man dann festgestellt hat, dass auch diese Maßnahme nicht zum Erfolg geführt hat, denkt man über eine autofreie Innenstadt nach. Nachdem man nun ohne Rücksicht auf Verluste den Individualverkehr in weiten Teilen der Innenstadt ausgesperrt hat, wundert man sich, dass die Werte immer noch nicht in Ordnung sind.

4.) Irgendwann in einigen Jahren, sofern die gleichen Idioten wie jetzt dort noch regieren sollten, was hoffentlich nicht der Fall ist, wird man sich an die Fakten erinnern, die in meiner weiter oben zitierten Diplomarbeit eruiert wurden, nämlich dass a) in Stuttgart aufgrund der speziellen geografischen Lage zu viele Leute wohnen und b) dass es einfach keinen "Durchzug" gibt und Stuttgart eine Art Käseglocke ist.

Erst dann wird man erkennen, dass man das Problem so nicht lösen kann.

Für mich ist das nur blinder Aktionismus ähnlich wie bei den Umweltzonen, denn selbst in Berlin setzt sich neuerdings (so hört man aus Insiderkreisen) die Erkenntnis durch, dass die Umweltzonen alle nix gebracht haben...

Natürlich ist das Ganze ein Wirtschaftszweig, man träumte ja immer davon, den deutschen Umweltschutz weltweit zu exportieren. Das ist auch der Grund, warum auch die nutzloseste Umweltzone nicht abgeschafft wird, man würde sich dadurch unglaubwürdig machen, denkt man wenigstens. Zu leiden hat darunter allerdings der normale Bürger wie wir, der sich gegen diese staatlichen Repressionen und die Behördenwillkür kaum wehren kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sebbl

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#19
Mal wieder vollkommen bescheuert. Ich bin ja wahrlich kein Diesel-Fan und solange ich es mir leisten kann, werde ich auch keinen fahren. Aber gerade hinsichtlich Partikeln/Feinstaub sind Benzin-Direkteinspritzer viel problematischer als Partikelfilter-Diesel. :doh:
 

der-da

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Mal wieder vollkommen bescheuert. Ich bin ja wahrlich kein Diesel-Fan und solange ich es mir leisten kann, werde ich auch keinen fahren. Aber gerade hinsichtlich Partikeln/Feinstaub sind Benzin-Direkteinspritzer viel problematischer als Partikelfilter-Diesel. :doh:
Feinstaub ist ja eher nicht das Problem. Die Stickoxide sind aktuell das größere Thema, die sind ja auch ein großer Faktor bei der Smog-Bildung. Da schneiden die aktuellen Diesel leider immer noch schlecht ab.*

Allerdings finde ich irgendwie kaum vernünftige Tests bezüglich Benzinern (speziell DI), die die Realen NOx Emissionen betrachten. Meistens werden nur verschiedene Diesel miteinander verglichen (oder gar Diesel mit Benzin-Hybrid ( http://www.duh.de/uploads/media/EKI-Bericht_NOx_und_CO2-PEMS-Messungen_20160913.pdf ) Das macht mal richtig Sinn :confusednew: )
 
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